Bild: Susi Knoll

Betreuung von Kindern aus Familien mit Fluchthintergrund ausbauen

Mit sogenannten „Brückenprojekten“ soll die Betreuung von Kindern aus Familien mit Fluchthintergrund in den Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen umgesetzt werden. Dieses Förderprogramm des Landes hat sich in den vergangenen Jahren etabliert. Für die Betreuung von Kindern aus Familien mit Fluchthintergrund stehen in diesem Jahr rund 7,5 Millionen Euro im Landeshaushalt zur Verfügung. „Angesichts des Ukraine-Krieges und der täglich neuankommenden Frauen und Kinder, auch bei uns vor Ort, ist absehbar, dass diese Mittel bei weitem nicht ausreichen werden, um in den Städten und Gemeinden adäquate Angebote zu realisieren“, betont Denis Waldästl, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion.

Warum dieses Förderproramm für die Angebote vor Ort unabdingbar ist, weiß Waldästl auch aus seiner Rolle als Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses der Stadt Sankt Augustin: „Wir haben im gesamten Rhein-Sieg-Kreis einen großen Druck, ausreichend KiTa-Plätze zu schaffen. Viele Familien suchen händeringend einen Platz für ihr Kind, damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelingen kann. Wenn wir jetzt Überlegungen für Flüchtlingskinder ermöglichen und gleichzeitig lange suchende Eltern abweisen, dann kann die derzeitige Welle der Hilfsbereitschaft schnell kippen. Mit den Mitteln für die ‚Brückenprojekte‘ können alternative und niederschwellige Betreuungsangebote in den Städten und Gemeinden zusammen mit freien Trägern geschaffen werden. Hiermit können wir den Familien mit Fluchthintergrund ein qualitativ gutes Angebot für ihre Kinder anbieten und gleichzeitig verhindern, dass zusätzlicher Druck in der angespannten Kita-Situation entsteht.“

Die neue Situation auf Grund des Ukraine-Krieges macht nochmal deutlich, dass die Investitionen in Kindertagesstätten nicht nur auf kommunaler Ebene, sondern auch auf Landesebene mit mehr finanziellen Ressourcen und vor allem mit beschleunigten Planungsverfahren schneller umgesetzt werden müssen.