Bild: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Real,-Logo.svg

Solidarität mit den Beschäftigten von real,-

Die SPD Sankt Augustin zeigt sich mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von real,- solidarisch. Die Tarifauseinandersetzungen der letzten Monate zeigt sehr deutlich, dass Metro und die Tochtergesellschaft real,- hier Tarifflucht begehen und die Beschäftigen zu niedrigeren Löhnen beschäftigen wollen.

Der nun durch die Metro angekündigte Verkauf der real-SB Warenhaus GmbH auf Sicht der nächsten sechs bis acht Monate macht sehr deutlich wohin die Reise geht. Die Sozialdemokraten in Sankt Augustin und in Nordrhein-Westfalen stehen an der Seite der Angestellten von real,- wie auch der Beschluss des Landesparteitages der NRWSPD sehr deutlich zeigt. Wir wollen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von real,- in Sankt Augustin und an allen anderen Standorten langfristig sichere Jobs haben und anständig gemäß Tarifvertrag vergütet werden.

Beschluss des Landesparteitages der NRW SPD vom 23. Juni 2018

Der SPD-Landesparteitag NRW stellt fest, dass der Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei real,- einen neuen Tiefpunkt erreicht hat.
Der real-Aufsichtsrat hat gegen die Stimmen der Arbeitnehmer*innenvertreter beschlossen, die real-SB Warenhaus GmbH abzuspalten und die Beschäftigten in die metro-Services GmbH zu überführen.
Die real,- ist in den letzten Jahren mehrfach umgebaut worden, immer wieder legte die Unternehmensleitung neue Konzepte vor, die sich immer wieder als untauglich erwiesen haben.
Mit der nun beschlossenen Abspaltung setzt sich eine lange Geschichte der angeblichen Rettung auf dem Rücken der Beschäftigten grausam fort.
Mehrfach haben die Beschäftigten gemeinsam mit ihrer Gewerkschaft ver.di ihre Unterstützung geleistet und sogar mit einem Sanierungstarifvertrag finanzielle Beiträge geliefert.
Weil die Unternehmenspläne untauglich waren und sind, soll nun eine neue unrühmliche Phase eingeleitet werden. Tarifflucht und weitere Absenkung der bereits schon niedrigen Löhne soll es nun bringen – Und gleichzeitig kassieren die Manager Boni-Zahlungen.
Aktuell gilt bei der metro-Services ein zwischen dem konzerneigenen Arbeitgeberverband AHD und dem höchst umstrittenen Verein DHV, ehemals „Deutschen Handlungsgehilfen-Verband“, vereinbarter „Tarifvertrag“ bei dem die Löhne und Gehälter bereits heute über 24 Prozent unterhalb des ver.di-Flächentarifvertrags für den Einzelhandel liegen.
Und sollte das BAG am 26. Juni feststellen, dass der DHV gar nicht tariffähig ist, gilt für die Beschäftigten der metro-Services GmbH überhaupt kein Tarifvertrag mehr!
Die Beschäftigten haben dieses böse Spiel auf ihre Kosten durchschaut und organisieren sich noch stärker als bisher in der Gewerkschaft ver.di.
Der DHV hat zwischenzeitlich, vielleicht auch wegen dem steigenden Druck der Beschäftigten, die Kündigung des Tarifvertrags mit metro-Services angekündigt. Da die Kündigung aber erst zum 31.3.2019 wirksam werden kann, sind die Gefahren für die Beschäftigten erstmal nicht gebannt.
Der Arbeitgeber muss nun dazu gebracht werden, schnell einen neuen, guten Tarifvertrag abzuschließen.
Die NRWSPD spricht ihre Solidarität mit den Beschäftigten der real,- aus. Wir stehen an Eurer Seite und sichern Euch unsere Unterstützung im Kampf gegen Tarifflucht für einen ordentlichen Tariflohn auf der Basis der Flächentarifverträge zu.
Die Tarifbindung an die Flächentarifverträge muss für real,- und bei der metro Services durchgesetzt werden.